Dual-Mode-Antriebssystem für Kleinsatelliten absolviert Umwelttests
Die NASA hat die Umwelttests für ein neuartiges Antriebssystem abgeschlossen, das zwei Antriebsarten in einem einzigen, ungiftigen System vereint. Das schuhkartongroße Modul soll bald im All demonstriert werden.
- Die NASA hat die Umwelttests für das ASCENT-Dualantriebssystem erfolgreich abgeschlossen.
- Das schuhkartongroße System kombiniert einen Hochschub-Verbrennungsmotor und Elektrospray-Triebwerke aus einem gemeinsamen Tank.
- Der ungiftige Treibstoff ASCENT soll Handhabung und Integration von Kleinsatelliten vereinfachen.
- MIT, Plasma Processes und Georgia Tech liefern Triebwerke, chemisches Antriebsmodul und Satellitenbus.
- Nach Systemchecks, Integration der Solarmodule und Hardwaretransport nähert sich die Mission einer Flugdemonstration.
Was geschehen ist
Die NASA hat die Umwelt- und physikalischen Tests für das duale Antriebssystem der ASCENT-Dual-Mode-Mission erfolgreich abgeschlossen. Das etwa schuhkartongroße System nutzt einen einzigen, ungiftigen Treibstoff namens ASCENT und kombiniert zwei Antriebsmodi in einer Einheit. Es nähert sich nun einer Flugdemonstration.
Was wir wissen
Das Raumfahrzeug ist etwa so groß wie ein großer Schuhkarton und besitzt ein integriertes Antriebssystem mit einem gemeinsamen Treibstofftank.
Es verwendet den einzigen ungiftigen Treibstoff ASCENT und vereint einen Hochschub-Verbrennungsmotor mit Elektrospray-Triebwerken für niedrigen Schub, versorgt aus einem zentralen Tank.
Das Projekt wird vom Marshall Space Flight Center der NASA in Huntsville, Alabama, geleitet; Projektmanager ist Nehemiah Williams.
Die Mission erfordert eine landesweite Zusammenarbeit: Das Massachusetts Institute of Technology entwickelt die Elektrospray-Triebwerke, Plasma Processes baut das chemische Antriebsmodul und das Georgia Institute of Technology integriert den Satellitenbus.
Die Flughardware wurde im Small Spacecraft Servicing and Integration Lab umfangreichen Prüfungen unterzogen: Ein Helium-Drucktest bestätigte dichte Verschlüsse, ein Thermaltest in einer Vakuumkammer simulierte die extremen Bedingungen im Orbit, und ein Schleudertest ermittelte Masseeigenschaften und den Schwerpunkt, um stabiles Flugverhalten und korrekte Ausrichtung sicherzustellen.
Das System tritt nun in die letzte Vorbereitungsphase ein: Es stehen letzte Systemchecks, die Integration der Solarmodule und der Versand der Hardware an.
Warum es zählt
Die Kombination von Hoch- und Niedrigschub aus einem einzigen Tank mit einem ungiftigen Treibstoff vereinfacht Handhabung und Integration erheblich. Solche dualen Antriebssysteme könnten Kleinsatelliten mehr Manövrierfähigkeit und längere Einsatzdauer verleihen. Das Projekt zielt darauf ab, das etablierte Antriebsparadigma für Raumfahrzeuge zu verändern.
Hintergrund
Das Marshall Space Flight Center der NASA in Huntsville, Alabama, verfolgt mit dieser Mission das Ziel, das Antriebsparadigma für Raumfahrzeuge grundlegend zu verändern.
Wie es weitergeht
Als nächste Schritte sind letzte Systemprüfungen, die Montage der Solarpaneele und der Transport der Hardware zum Startort vorgesehen.
Quellen
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