Airbus-Prototyp Charlie meistert autonome Fahrprobe in spanischer Wüste

Der Prototyp Charlie nutzte die gleiche Navigationssoftware wie der für 2030 geplante Rosalind-Franklin-Rover und zeigte im Feldtest eine Navigationsgenauigkeit von über 99 Prozent.

  • Airbus-Prototyp Charlie legte in der Wüste Tabernas acht Tage lang 220 Meter autonom zurück.
  • Am sechsten Tag fuhr Charlie über 60 Meter ohne direkten Fahrbefehl, mit Navigationsfehler unter einem Prozent.
  • Das Rover Operations Control Centre in Turin steuerte Charlie über rund 1.200 Kilometer.
  • Charlie nutzt dieselbe Steuerungssoftware wie der für 2030 geplante Mars-Rover Rosalind Franklin.
  • Regenfälle unterbrachen die 20-tägige Testkampagne; ein digitales Höhenmodell bestätigte die Hangneigung.

Was geschehen ist

In der Wüste von Tabernas im Südosten Spaniens hat der Airbus-Prototyp Charlie erfolgreich eine mehrtägige Erprobung seiner autonomen Fahrfähigkeiten absolviert. Über acht Tage legte er 220 Meter zurück und führte dabei Kommandos eines Wissenschaftsteams aus, das rund 1200 Kilometer entfernt in Turin arbeitete.

Was wir wissen

Charlie ist ein von Airbus gebauter Prototyp und nutzt dieselbe Steuerungs-, Navigations- und Regelungssoftware wie der für 2030 geplante Rover Rosalind Franklin.

Der Feldversuch fand in der Wüste von Tabernas im Südosten Spaniens statt und war Teil einer 20-tägigen Testkampagne.

Während des achttägigen Fahrbetriebs legte Charlie insgesamt 220 Meter zurück und empfing Kommandos vom Rover Operations Control Centre (ROCC) im etwa 1200 Kilometer entfernten Turin.

Am sechsten Versuchstag fuhr das Fahrzeug mehr als 60 Meter ohne direkten menschlichen Fahrbefehl – dabei betrug der Navigationsfehler weniger als ein Prozent.

Die Arbeiten wurden durch Regenfälle unterbrochen. Mithilfe eines digitalen Höhenmodells konnten die Teams bestätigen, dass es sich bei einem untersuchten Hang um eine sanfte Neigung handelte.

Warum es zählt

Die Erprobung zeigt, dass die autonome Navigationssoftware unter realitätsnahen Bedingungen zuverlässig funktioniert – eine wichtige Voraussetzung für die Suche nach Spuren einstigen Lebens auf dem Mars durch Rosalind Franklin. Auch die Fernsteuerung über Tausende Kilometer hinweg bewährte sich.

Hintergrund

Der Rosalind-Franklin-Rover soll 2030 auf dem Mars landen und nach Hinweisen auf früheres mikrobielles Leben suchen. Zu seinen wissenschaftlichen Instrumenten gehören die Panoramakamera PanCam, das Nahbereichs-Kamerasystem CLUPI, das Infrarotspektrometer Enfys und das Bodenradar WISDOM.

Quellen

  1. 1.ESA Human and Robotic Exploration

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