Europas Moon-Explore-Initiative und der MAGPIE-Start 2029
Hintergrund
- MAGPIE ist als erster europäischer Mondrover für einen Start im Jahr 2029 vorgesehen.
- Die ESA-Initiative Moon Explore bündelt mehr als 60 Ideen für kostengünstige kleine Mondmissionen.
- Der Rover wird von ispace-Europe entwickelt und soll am Mond-Südpol nach Wasser und anderen flüchtigen Ressourcen suchen.
- Als Instrumente sind unter anderem ein Neutronendetektor, ein Analysator für flüchtige Stoffe und ein Bodenradar geplant.
- Máni, Moonraker und MoonRAD sollen Landestellen, Mondpole und Strahlung im Mondumfeld untersuchen.
Was geschehen ist
Moon Explore begann mit einem offenen Aufruf für kostengünstige Konzepte für Mondmissionen; für den Rover MAGPIE ist ein Start im Jahr 2029 angegeben. Europa bereitet sich zudem auf Astronauten, Roboter und wissenschaftliche Instrumente auf und um den Mond vor. Die ESA hat ihre Initiative für kleine Mondmissionen in Moon Explore umbenannt.
Was wir wissen
Moon Explore ist die umbenannte Initiative der ESA für kleine Mondmissionen. Sie begann mit einem offenen Aufruf für kostengünstige Missionskonzepte mit wissenschaftlichem oder explorativem Wert und zog mehr als 60 Ideen aus ganz Europa an. Das Konzept nimmt ein höheres Risiko in Kauf, um Kosten zu senken und schneller zu entwickeln; wertvolle Ergebnisse sollen innerhalb weniger Jahre entstehen.
MAGPIE soll 2029 starten und ist als erster europäischer Rover zur Erkundung des Mondes vorgesehen. Der Rover wird von ispace-Europe entwickelt, nimmt derzeit Gestalt an und soll nahe dem Mond-Südpol etwa zehn Tage lang arbeiten. Er soll nach Wasser und anderen flüchtigen Ressourcen suchen.
Als Nutzlast führt MAGPIE eine Bohrvorrichtung, einen Neutronendetektor, einen Analysator für flüchtige Stoffe und ein Bodenradar mit. Diese Instrumente sollen zeigen, wo Mondressourcen liegen, wie sie entstanden sind und wie sie sich besser nachweisen lassen.
Der Mondorbiter Máni steht unter Leitung der Universität Kopenhagen. Er soll ausgewählte Regionen aus mehreren Blickwinkeln fotografieren und sehr detaillierte Karten der Topografie sowie der Oberflächenreflektivität erstellen. Solche Daten könnten kleine Gefahren sichtbar machen und die Bewertung von Landestellen sowie die Routenplanung verbessern.
Die Orbitalmission Moonraker wurde von NUVIEW vorgeschlagen. Mit LiDAR-Lasermessungen sollen detaillierte dreidimensionale Karten der Mondpole entstehen; dadurch könnten dauerhaft beschattete Gebiete untersucht werden.
MoonRAD ist als Mondorbiter geplant und wird von Remred geleitet. Über mehrere Jahre soll er Strahlung, energiereiche Teilchen und Plasma im Mondumfeld überwachen. Die Messungen sollen Raumwettermodelle verbessern und Astronauten, Raumfahrtelektronik sowie Infrastruktur auf dem Mond vor Gefahren schützen.
Warum es zählt
Kleinere Missionen können schneller sein, neue Ideen testen und größere Vorhaben wesentlich unterstützen. Moon Explore setzt deshalb auf günstigere und schnellere Entwicklungen, auch wenn dafür ein höheres Risiko akzeptiert wird.
Die genannten Kandidaten tragen dazu bei, ein vollständigeres Bild des Mondes zu gewinnen, und sollen Grundlagen für eine dauerhafte europäische Präsenz auf und um den Mond legen.
Wie es weitergeht
Für MAGPIE ist der Start im Jahr 2029 angegeben.
Quellen
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