El Niño 2026 wurde mit 1997/98 und 2015/16 verglichen

Satelliten-Altimetrie von 1997, 2015 und 2026 zeigt die Einordnung eines starken El Niño; die NOAA nennt für das erste Quartal 2027 eine Wahrscheinlichkeit von 83 Prozent.

Hintergrund

  • Im Oktober 2026 verglichen JPL-Fachleute Satelliten-Altimetrie-Daten von Sentinel-6 Michael Freilich mit El Niño 1997/98 und 2015/16.
  • Die NOAA gab am 8. Oktober 2026 eine Prognose mit 83 Prozent Wahrscheinlichkeit für einen starken bis sehr starken El Niño im ersten Quartal 2027 heraus.
  • El Niño 2026 setzte plötzlicher ein als 1997/98, ähnelte aber der Neigung des Meeresspiegels und der Ausdehnung warmen Wassers bis nach Südamerika.
  • Die Folgen von El Niño 2026/27 könnten ähnlich wie 1997/98 ausfallen, bleiben wegen der chaotischen Atmosphäre aber offen.
  • Altimetrie-Satelliten lieferten über 35 Jahre Aufzeichnung Hinweise auf Wärmeaufbau im zentralen und östlichen Pazifik.

Was geschehen ist

Im Oktober 2026 ordneten JPL-Fachleute Satellitenmessungen der Meeresoberfläche den El-Niño-Ereignissen von 1997/98, 2015/16 und 2026 zu. Am 8. Oktober 2026 gab die NOAA eine Prognose heraus, und am 12. Oktober 2026 lag eine Anomaliekarte des Satelliten Sentinel-6 Michael Freilich vor. Der Zyklus verstärkte sich im zentralen und östlichen Pazifik.

Was wir wissen

El Niño ist ein natürliches Klimamuster mit weltweiten Auswirkungen. Der Prozess beruht auf einer Rückkopplung zwischen Atmosphäre und Ozean: Passatwinde halten normalerweise warmes Wasser im westlichen Pazifik angehäuft. Wenn diese Winde schwächer werden, wandert ein Wärmeschub nach Osten; der Zyklus verstärkt sich im zentralen und östlichen Pazifik. Sein Erscheinungsbild ändert sich je nach Lage der Wärme und der Reaktion der Atmosphäre.

Altimetrie-Satelliten messen die Höhe der Meeresoberfläche. Abweichungen dieses Meeresspiegels dienen als Hinweis auf den Wärmeaufbau eines El Niño. Die Altimetrie-Aufzeichnung umfasst laut den Fakten 35 Jahre.

Für die Karten wurden Messungen vom 13. Oktober 1997 mit TOPEX/Poseidon, vom 12. Oktober 2015 mit Jason-2 und vom 12. Oktober 2026 mit Sentinel-6 Michael Freilich genutzt. Die Verarbeitung erfolgte durch Wissenschaftler des JPL.

In der Farbcodierung bedeutet Rot eine höhere als die durchschnittliche Meeresspiegelhöhe, Weiß einen normalen Wert und Blau einen niedrigeren Wert. Saisonale Signale und langfristige Trends wurden vor der Darstellung entfernt.

Der El Niño des Jahres 2026 war mit den Ereignissen von 1997/98 und 2015/16 vergleichbar und lag auf Kurs, größer als das Ereignis von 1997 zu werden. Er setzte plötzlicher ein als 1997/98, ähnelte diesem aber in der Neigung des Meeresspiegels und in der Ausdehnung des warmen Wassers. Das warme Wasser reichte bis nach Südamerika.

Die Folgen können unterschiedlich ausfallen. 1997/98 brachte viel Regen in Kalifornien und den südlichen USA. 2015/16 war ebenfalls ein starkes Ereignis, hatte aber einen anderen Charakter: Das warme Wasser drückte weniger stark gegen Südamerika, und die Regenfälle konzentrierten sich auf Mittelamerika sowie den Südosten der USA; in Mexiko gab es Überschwemmungen. Für 2026/27 könnten die Auswirkungen ähnlich wie 1997/98 sein, bleiben jedoch offen. Der Einfluss eines El Niño breitet sich durch eine chaotische Atmosphäre aus.

Die NOAA-Aussage vom 8. Oktober 2026 nannte eine Wahrscheinlichkeit von 83 Prozent für einen starken bis sehr starken El Niño. Der genannte Zeitraum ist das erste Quartal 2027.

Warum es zählt

Die Fakten zeigen eine Raumfahrtkomponente: Altimetrie-Satelliten lieferten Messungen der Meeresoberfläche, und JPL verarbeitete die Karten. Damit wird deutlich, wie Satellitendaten zur Einordnung großer Klimaereignisse genutzt werden.

Für Beobachter der Mondindustrie ist der Vorgang als Beispiel für die Nutzung von Satelliten-Altimetrie und JPL-Datenverarbeitung relevant; konkrete Mondbezüge nennen die Fakten nicht.

Wie es weitergeht

Für das erste Quartal 2027 nennt die NOAA eine Wahrscheinlichkeit von 83 Prozent für einen starken bis sehr starken El Niño.

Was wir noch nicht sicher wissen

  • Die Auswirkungen von 2026/27 sind in den Fakten nur als Möglichkeit und als offene Frage beschrieben.

Quellen

  1. 1.NASA News Releases

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