Astronauten trainierten bei 10. PANGAEA-Ausgabe auf Lanzarote
- Die 10. PANGAEA-Ausgabe fand auf Lanzarote in der Caldera Blanca statt.
- Drei Astronauten von ESA, NASA und JAXA führten geologische Feldarbeiten durch.
- Die Expedition war die erste mit wenig Betreuung und mehr Autonomie.
- Lanzarotes Lavaströme werden im Training mit lunaren Maria verglichen.
- Das Electronic Field Book der ESA diente als All-in-one-Werkzeug.
Was geschehen ist
Bei der 10. Ausgabe des Geologietrainings PANGAEA trainierten 3 Astronauten auf Lanzarote. Einsatzort war die Caldera Blanca, ein alter Vulkan.
Was wir wissen
PANGAEA vermittelt geologische Kenntnisse für die Erkundung von Planeten. Für PANGAEA sind 3 Wochen angegeben.
Die 10. Ausgabe ist anspruchsvoller geworden und nutzt reale Umgebungen an verschiedenen Orten in Europa. Die Ausbildung reicht von theoriereichen Lektionen bis ins freie Gelände; zu den Ausbildern zählen führende planetare Geologen Europas.
Das Team bestand aus Pablo Álvarez Fernández von der ESA, Jasmin Moghbeli von der NASA und Kimiya Yui von der JAXA.
Álvarez Fernández war Kommandeur. Moghbeli dokumentierte Beobachtungen, kartierte die Erkundung, erfasste Proben und übermittelte Beobachtungen. Yui leitete die Erkundung.
Die Caldera Blanca ist ein alter Vulkan auf Lanzarote und gehört zu Europas vulkanischen Hotspots. Reste jüngerer Eruptionen liegen dort offen. Das Gebiet dient als Freilichtmuseum, um Lavaströme zu verstehen; seine Lavaströme werden mit lunaren Maria verglichen.
Bei PANGAEA ging es darum, Chronologie und Morphologie von Lavaströmen zu untersuchen und Belege für die Wechselwirkung von Wasser und Vulkanismus zu finden. Diese beiden Punkte werden als zwei Schlüsselfaktoren bei der Suche nach Leben bezeichnet. Ein Wissenschaftsteam verfolgte die Schritte aus der Ferne und erhielt häufig Bilder und Messdaten.
Es war die erste Expedition mit wenig Betreuung; die Auszubildenden erhielten mehr Zeit für selbstständiges Erkunden, denn Astronauten leisten mit Autonomie die beste Arbeit. Als All-in-one-Werkzeug diente das Electronic Field Book der ESA, und zur Nutzlast gehörten Spektrometer und Mikroskope.
Lanzarote war die letzte Etappe der Geologiereise. Zu den europäischen Orten gehören die Bletterbach-Schlucht in Italien und der Ries-Krater in Deutschland.
Warum es zählt
Für Beobachter der Mondbranche ist relevant, dass geologische Feldkompetenz in einem Gelände geübt wird, dessen Lavaströme mit lunaren Maria verglichen werden. Lunare Maria sind große, basaltische Bereiche auf dem Mond und erscheinen von der Erde aus mit bloßem Auge dunkel.
Ebenso wichtig ist die operative Lehre: wissenschaftliche Arbeit aus der Ferne, autonome Erkundung und das Electronic Field Book zeigen, wie geologische Arbeit ohne permanente Betreuung organisiert werden kann.
Quellen
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