Treble Clef wahrscheinlich durch Schwarzes Loch und Galaxienhaufenkollision
- Treble Clef ist eine Radiowellenformation in einem Galaxienhaufen hinter der Ebene der Milchstraße.
- Chandra und eROSITA wiesen in dem System Gas mit mehreren Millionen Grad Temperatur nach.
- Als wahrscheinliche Ursachen gelten ein supermassereiches Schwarzes Loch und eine Kollision von Galaxienhaufen.
- LOFAR zeigte die Radiowellenformation, und das United Kingdom Infrared Telescope lieferte Infrarotdaten.
- NASA ist über das Chandra X-Ray Observatory an der Untersuchung beteiligt.
Was geschehen ist
Eine Radiowellenformation namens Treble Clef ist in einem Galaxienhaufen beobachtet worden. Sie liegt hinter der Ebene der Milchstraße. Ihre markante Form ähnelt einem musikalischen Symbol; es handelt sich um Pareidolie.
Was wir wissen
Treble Clef ist eine Radiowellenformation in einem Galaxienhaufen und liegt hinter der Ebene der Milchstraße. Als wahrscheinliche Ursachen werden ein Ausbruch eines Schwarzen Lochs und eine Kollision von Galaxienhaufen genannt.
In dem System verschmelzen zwei Galaxienhaufen.
Chandra und eROSITA haben Gas mit mehreren Millionen Grad Temperatur nachgewiesen. LOFAR zeigte die Radiowellenformation, und das United Kingdom Infrared Telescope lieferte Infrarotdaten.
Ein supermassereiches Schwarzes Loch trieb Wolken nahezu mit Lichtgeschwindigkeit an, und geladene Teilchen wurden von ihm weggetrieben. Die Radiowellen waren zunächst hell, verblassten dann und verloren Energie, bevor sie wieder energetisiert wurden. Schockwellen könnten dabei eine Rolle gespielt haben.
Ein neues Kompositbild kombiniert Original- und Residual-Röntgenbilder. Die Chandra-Daten wurden mit einer speziellen Technik gewonnen; im Residualbild sind die Bereiche links und rechts am hellsten und die Mitte am schwächsten.
Die Studie wurde in Astronomy & Astrophysics veröffentlicht. eROSITA ist ein deutsches Röntgenteleskop, und LOFAR ist ein großes Netzwerk von Radioteleskopen in Europa.
Das Chandra X-Ray Observatory gehört zur NASA und wurde genutzt, um den möglichen Ursprung von Treble Clef zu finden. Das Chandra-Programm wird vom Marshall Space Flight Center der NASA in Huntsville, Alabama, verwaltet; die wissenschaftlichen Operationen werden vom Chandra X-ray Center des Smithsonian Astrophysical Observatory in Cambridge, Massachusetts durchgeführt.
Warum es zählt
Galaxienhaufen sind die größten Strukturen mit Hunderten von Galaxien und superheißem Gas. Die Untersuchung verbindet Röntgendaten von Chandra und eROSITA mit Radiodaten von LOFAR und Infrarotdaten.
Die NASA ist über das Chandra X-Ray Observatory an der Untersuchung beteiligt; zusätzlich sind ein deutsches Röntgenteleskop und ein europäisches Radioteleskopnetzwerk eingebunden.
Was wir noch nicht sicher wissen
- Die Ursache wird als wahrscheinlich, nicht als gesichert beschrieben.
- Schockwellen werden nur als mögliche Rolle beim erneuten Energetisieren genannt.
Quellen
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