Crew-13-Astronauten unterstützen biomedizinische Studien

  • Crew-13-Astronauten unterstützen biomedizinische Studien zu Blutfluss, Steuerfähigkeit und B-Vitaminen.
  • Die Venous-Haemostasis-Studie mit der ESA soll Blutentnahmen bei Astronauten reduzieren.
  • Mondlandungs-Simulationen im Manual-Piloting-Test prüfen die Steuerleistung nach längerer Mikrogravitation.
  • Die B-Complex-Studie untersucht tägliche B-Vitamine als möglichen Schutz vor SANS.
  • Trainings- und Landungsdaten sollen künftige Artemis- und Deep-Space-Missionen unterstützen.

Was geschehen ist

Die Astronauten der Mission SpaceX Crew-13 unterstützen eine Reihe biomedizinischer Untersuchungen und Tests zur menschlichen Leistungsfähigkeit.

Schwerpunkte sind Blutfluss, manuelles Steuern nach langer Mikrogravitation, B-Vitamine und weitere Studien des Human Research Program.

Was wir wissen

Die Studie Venous Haemostasis ist eine neue Kooperation mit der ESA (European Space Agency). Sie knüpft an frühere Studien zum Blutfluss im All an und soll die Zahl nötiger Blutentnahmen bei Astronauten verringern. Zudem soll sie klären, warum solche Veränderungen bei manchen Astronauten auftreten und bei anderen nicht.

Jason Lytle ist einer der Hauptforscher der Studie und arbeitet als kardiovaskulärer Forscher am NASA Johnson Space Center in Houston.

Schwerelosigkeit kann den normalen Blutfluss in den Venen von Astronauten stören. Unregelmäßiger und langsamer Blutfluss kann das Risiko für Blutgerinnsel erhöhen. Die Astronauten durchlaufen MRT-Scans, Ultraschall der Jugularvenen, Blutdruckmessungen und Blutentnahmen.

Der Test Manual Piloting nutzt Simulationen von Mondlandungen, um zu prüfen, wie gut Astronauten anspruchsvolle Landungen nach längerer Zeit in Mikrogravitation bewältigen. Längere Raumflüge können Sinnessysteme, Orientierung und Bewegungskontrolle beim Wechsel zwischen Gravitationsumgebungen beeinflussen. Forschende bewerten, wie diese Veränderungen die Steuerleistung beeinflussen und ob ein Auffrischungstraining kurz vor der Landung Fähigkeiten und Entscheidungsfindung stärken kann.

Die B-Complex-Studie untersucht, ob eine tägliche B-Vitamin-Gabe das Spaceflight-Associated Neuro-ocular Syndrome (SANS) reduzieren oder verhindern kann. SANS kann bei Langzeitmissionen die Struktur der Augen verändern. Tägliche B-Vitamine während des Raumflugs könnten Astronauten vor SANS schützen. Teilnehmende Crewmitglieder werden Sehtests absolvieren und B-Vitamine vor, während und nach dem Flug einnehmen. Außerdem wird bewertet, ob B-Vitamine die Funktion der Blutgefäße vor und nach dem Flug beeinflussen.

Die Crew-13-Astronauten nehmen außerdem an drei weiteren Studien des Human Research Program teil: Standard Measures, Spacecraft Occupant Risk und Zero T2.

Standard Measures sammelt möglichst einheitliche physiologische und Verhaltensdaten vieler Crewmitglieder, um Referenzwerte zu schaffen. Spacecraft Occupant Risk charakterisiert die bei der Landung wirkenden Kräfte, damit NASA Strategien und Hardware zur Senkung von Verletzungsrisiken weiterentwickeln kann.

Zero T2 dokumentiert die Trainingsroutinen ausgewählter Crewmitglieder und vergleicht Gesundheits- und Leistungsdaten von Laufbandnutzern mit Nichtnutzern. Diese Vergleiche sollen helfen, Trainingspläne für künftige Artemis- und Deep-Space-Missionen zu erstellen.

Warum es zählt

Für Akteure der Mondwirtschaft sind Daten zu Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Astronauten relevant, weil lange Raumflüge Blutfluss, Orientierung und Steuerfähigkeit beeinflussen können.

Die ESA-Kooperation bei Venous Haemostasis und die Artemis-Bezüge bei Trainingsplänen zeigen, dass diese Forschung für internationale Mond- und Tiefraummissionen relevant ist.

Wie es weitergeht

Die Astronauten werden eine Reihe biomedizinischer Untersuchungen und Tests zur menschlichen Leistungsfähigkeit unterstützen.

Teilnehmende Crewmitglieder werden Sehtests absolvieren und B-Vitamine vor, während und nach dem Flug einnehmen.

Quellen

  1. 1.NASA News Releases

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