NASA entwickelt mit L3Harris neues Ganzglas-Teleskop

L3Harris Technologies soll für NASA ein neues Teleskop entwerfen, montieren und integrieren. LISA ist ein Raumobservatorium zur Messung von Gravitationswellen.

  • L3Harris entwirft, montiert und integriert das neue LISA-Teleskop aus Zerodur für NASA.
  • L3Harris lieferte 2024 einen Prototyp an NASA, der strengen Tests unterzogen wurde.
  • Die Engineering Test Unit ist die letzte Einheit vor dem Flug und markiert die erste Lieferung eines optischen Teleskops an ESA.
  • NASA bringt für die ESA-geführte LISA-Mission Lasersystem, Ladungsmanagement-Vorrichtungen, Teleskope und Datenanalyse ein.
  • LISA soll Mitte der 2030er Jahre starten und niederfrequente Gravitationswellen erfassen.

Was geschehen ist

NASA entwickelt ein Ganzglas-Teleskop. L3Harris Technologies wird das neue Teleskop für NASA entwerfen, montieren und integrieren.

Was wir wissen

Das Observatorium LISA ist für den Nachweis von Gravitationswellen vorgesehen. ESA leitet die Mission, NASA ist kooperierender Partner.

Die Mission nutzt ein Trio von Satelliten in einer erdverfolgenden Umlaufbahn. Zu den genannten Fahrzeugdaten gehören zwei Teleskope und Infrarot-Laserstrahlen.

Die LISA-Raumfahrzeuge messen Änderungen relativer Entfernungen. Zur Nutzlast gehört eine Gold-Platin-Prüfmasse.

Das Teleskopmaterial ist Zerodur; es widersteht Formveränderungen über Temperaturbereiche. L3Harris Technologies lieferte 2024 einen Prototyp an NASA, der strengen Tests unterzogen wurde.

Die Engineering Test Unit ist die letzte Einheit vor dem Flug und der letzte Schritt zur Produktion der Flug-Hardware. Sie markiert die erste Lieferung eines optischen Teleskops an ESA.

Zur NASA-Nutzlast gehören ein Lasersystem, Ladungsmanagement-Vorrichtungen, Teleskope und weitere kritische Hardware. Dazu kommen ingenieurtechnische und wissenschaftliche Unterstützung sowie Datenanalyse für Gravitationswellenquellen.

Gravitationswellen wurden 1916 vorhergesagt und 2015 erstmals nachgewiesen. Sie bewegen sich mit Lichtgeschwindigkeit. LISA ist für niederfrequente Gravitationswellen ausgelegt.

Warum es zählt

Für Leser, die die Mondindustrie verfolgen, ist relevant, dass NASA und ESA eine Weltraummission mit industrieller Fertigung verbinden. L3Harris übernimmt Entwurf, Montage und Integration eines neuen Teleskops, während NASA Nutzlast und Analyse beisteuert.

Die Technik zielt auf präzise Messungen im Weltraum: LISA soll niederfrequente Gravitationswellen erfassen, Verschmelzungen Schwarzer Löcher in Milliarden Lichtjahren Entfernung erkennen und kompakte Paare aus Weißen Zwergen, Neutronensternen und Schwarzen Löchern mit Sternmasse kartieren.

Wie es weitergeht

LISA soll Mitte der 2030er Jahre starten.

Quellen

  1. 1.NASA News Releases

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